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#faktenmontag 16. August

 

#faktenmontag - Habt ihr gewusst, dass...

die gleiche Erkrankung bei zwei Hunden individuell behandelt werden muss?

Meistens wird davon ausgegangen, dass eine hundephysiotherapeutische Behandlung
für eine bestimmte Erkrankung immer gleich abläuft. Das ist allerdings nicht der Fall.

Hier mal ein kleines Beispiel: Bei Hund A und Hund B wurde eine mittelgradige Hüftdysplasie
diagnostiziert. Während Hund A aufgrund seines auffälligen Gangbildes beim Tierarzt
vorgestellt wurde, wurde Hund B nur geröntgt, weil mit ihm aktiv Hundesport betrieben
werden soll und die Halter wissen wollten ob die Hüftgelenke in Ordnung sind, Symptome
zeigte er bisher keine. Bei Hund A sind auf dem Röntgenbild bereits arthrotische
Veränderungen sichtbar bei Hund B noch nicht. Beide Hunde haben die gleiche Diagnose
sie zeigen aber unterschiedlich Symptome. In der Hundephysiotherapie ist es deswegen
wichtig nicht aufgrund einer Diagnose exakt gleich zu behandeln sondern es muss immer
der Hund als Ganzes betrachtet werden. Wie sieht das Gangbild aus? Gibt es Bewegungseinschränkungen?
Ein sehr wichtiger Punkt ist: was fühlt man? Wo spürt man Verspannungen, Verhärtungen, Verklebungen?
Gibt es Auffälligkeiten die auf weitere „Baustellen“ hinweisen die bisher noch unentdeckt sind?
An diesen Punkten muss man ansetzen und individuell behandeln um dem Hund wirklich helfen zu können.

Aufgrund einer tierärztlichen Diagnose ergibt sich also nicht automatisch ein Behandlungsablauf.



Viele Grüße
Eure Steffi