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Hüftdysplasie beim Hund - leicht und verständlich erklärt

Hüftdysplasie beim Hund

Die Hüftdysplasie (oder auch Hüftgelenksdysplasie) ist eine Gelenkerkrankung von der viele Hunde betroffen sind. Vor allem bei großen Hunden (z.B. Labrador, Golden Retriever, Rottweiler, Deutscher Schäferhund, große Mischlinge,....) tritt diese Erkrankung gehäuft auf.

Bei der HD handelt es sich um ein Fehlbildung (Dysplasie) des Hüftgelenks. Das bedeutet, dass der Oberschenkelkopf und die Gelenkpfanne nicht zueinander passen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und häufig treten gleichzeigt mehrere Ursachen auf.

Um festzustellen ob bei einem Hund eine HD vorliegt, muss die Hüfte geröntgt werden. Es gibt verschiedene Schwergrade dieser Erkrankung wobei z.B. eine leichte HD bei einem Hund daran liegen kann, dass die Gelenkpfanne zu flach ist und bei einem anderen Hund daran, dass der Oberschenkelkopf nicht ausreichend ausgeprägt ist. Somit können zwei Hunde mit dem gleichen Schweregrad komplett unterschiedliche Beschwerden zeigen.

Die Ursache ist genetisch bedingt. Aus diesem Grund ist die HD Untersuchung bei vielen Rassehunden Pflicht, nur mit einem guten Ergebnis (wird vom jeweiligen Rasseverband festgelegt) wird der Hund für die Zucht zugelassen. Somit lässt sich das Risiko verringern, dass die Nachkommen an der Hüftdysplasie erkranken.
Der Krankheitsverlauf kann während dem Wachstum positiv aber auch negativ beeinflusst werden. Die richtige Ernährung sowie keine Überbelastung des Hüftgelenks sind wichtig!

 Folgende Symptome können der Hinweis für eine HD sein:

  • Lahmen
  • Hoppeln
  • Knirschen/Knacken im Hüftgelenk
  • Seitliches Wegkippen in der Sitz-Position
  • Schmerzen
  • Bewegungseinschränkung des Hüftgelenks

Die Behandlung der Hüftdysplasie hängt vom Schweregrad und der Symptomatik ab. Es gibt Hunde die trotz schwerer HD nur mit Physiotherapie symptomfrei sind und es gibt Hunde mit leichteren Formen operiert werden müssen.  Es lässt sich somit nicht nur anhand des Schweregrades sagen welche Behandlung erforderlich ist. Wenn eine OP notwendig ist stehen diverse Methoden zur Auswahl (z.B. Femurkopfresektion, künstliches Hüftgelenk, Goldimplantate,.....), der behandelnde Tierarzt berät gerne welche Methode geeignet ist.

Bei einer diagnostizierten HD sollte aber auch zwingend eine Arthrosebehandlung erfolgen. Dadurch, dass das Gelenk fehlgebildet ist kommt es unweigerlich zur Arthrose. Damit diese möglichst langsam fortschreitet und somit nicht so schnell Probleme bereitet ist eine regelmäßige Behandlung notwendig.

Wichtig: Muskelaufbau um das Gelenk zu stabilisieren ist sinnvoll allerdings, darf der Muskelaufbau (Übungen, Schwimmen,...) nur erfolgen wenn der Hund schmerzfrei ist.

 

Viele Grüße
Eure Steffi