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#faktenmontag 16. November 2020

 

#faktenmontag - Habt ihr gewusst, dass...

bei Agility das „nur zum Spaß“ gemacht wird, das Verletzungsrisiko erheblich unterschätzt wird?

Viele Hundebesitzer sind begeistert, wenn Hunde in vollem Tempo einen Agility-Parcours absolvieren.
Und einige wollen genau das mit ihrem Hund auch ausprobieren. Sportliche Ambitionen hat nicht jeder,
die Teilnahme an einem Turnier ist unwichtig, es soll einfach nur Spaß machen. Aber genau da liegt
der Denkfehler. Auch ein Hund der regelmäßig an Turnieren teilnimmt hat Spaß am Agility.
Für den Hund ist es vollkommen egal ob er einen Spaß-Agility-Parcours absolviert oder ob es
sich um einen Turnier-Parcours handelt.

Der Unterschied ist, dass ein Besitzer der mit seinem Hund auf Turnieren startet anders trainiert und sich
auch mehr Gedanken über das Training macht. Die Hunde werden regelmäßig trainiert so, dass die Muskulatur
dauerhaft gut aufgebaut ist. Es werden gezielt Sprungtechniken trainiert und auch die Auf- und Abgänge der
Kontaktzonengeräte werden ganz gezielt antrainiert. Durch dieses regelmäßige Training wird die
Verletzungsgefahr erheblich minimiert.

Anders sieht es aus, wenn ein Hund ab und zu „zum Spaß“ einen Parcours absolviert. Natürlich ist der Hund
hochmotiviert und will mit Vollgas über die Geräte aber genau das kann ihm zum Verhängnis werden, weil sein
Körper nicht entsprechend trainiert ist. Die Muskulatur die dringend zur Stabilisation benötigt wird ist nicht
ausreichend aufgebaut. Der Hund ist nicht so vertraut mit den Geräten und es kommt eher vor, dass er nach
einem Sprung wegrutscht, im gebogenen Tunnel stürzt oder vielleicht sogar vom Steg fällt. Glücklicherweise
passiert dabei nicht immer etwas schlimmes aber auch Zerrungen, Mikrotraumata in den Gelenkknorpeln etc.
können eine frühzeitige Arthrose herbeiführen.

Deswegen sollte man grundsätzlich immer wohl überlegt trainieren auch wenn man keine Turnierambitionen hat.

(Es gibt selbstverständlich auch gewissenhafte „nur zum Spaß“-Sportler genau so wie es auch Turniersportler
gibt die ihre Hunde „verheizen“. Jeder sollte natürlich Rücksicht auf die Gesundheit seines Hunde nehmen)



Viele Grüße
Eure Steffi